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Protokoll der Sitzung vom 17.09.2024
Kraftwerk Moorburg (Energie Hub Moorburg GmbH) um 19 Uhr

TOP 1 Kraftwerk Moorburg

Der Vertreter des Kraftwerks berichtet, dass der Rückbau voranschreitet. Die großen Kes-
selbauten sollen Anfang bis Mitte 2025 geräumt werden. Sowohl für die Kessel als auch für

die Schornsteine werden Sprengungen erwogen. Hierzu wird es eine Abstimmung mit den
Behörden geben. Für den Fall von Sprengungen wolle man auf die Anwohner zugehen und
sich nochmal zusammensetzen.

Für die Nachnutzung sei bereits ein Vertrag über den Elektrolyseur mit einem sehr bedeu-
tenden deutschen Unternehmen abgeschlossen worden.

Auf die Frage nach Lärmemissionen wurde erwidert, dass diese weiter aufträten. Zur Redu-
zierung wurde auf den Gebrauch modernster Schlaghämmer verwiesen. Ebenso würde eine

zeitliche Koordination vorgenommen, um Emissionen auf weniger sensible Tageszeiten zu
reduzieren. Für die Arbeiten mit der Kugel wurde eine baubedingte Reduktion in Aussicht
gestellt. Für den Bohrhammer wurde allerdings auf Arbeiten am Fundament verwiesen, für
die es noch kein konkretes Datum gibt.
Auf den Wunsch nach Aussetzen von Lärmemissionen bei Beerdigungen am naheliegenden
Friedhof wurde zustimmend reagiert.

TOP 2 Genehmigung des Protokolls


Es lagen keine Änderungsanträge vor. Das Protokoll kann daher veröffentlicht werden

Top 3 HPA


Es wurde der Wechsel des Moderators des Ständigen Gesprächskreises zum Jahreswechsel

angesprochen. Der den meisten Teilnehmern bekannte Kandidat wurde von der Ortsvertre-
terschaft als Wunschkandidat bezeichnet. Die HPA würde den Kontakt aufnehmen und der

Kandidat würde zur nächsten Sitzung als Gast eingeladen werden.

Zur Westumfahrung der Hafenbahn haben zwei Vertreter der HPA vorgetragen. Die Maß-
nahme sei notwendig, um auf veränderten Verkehr zu reagieren und diene der Weiterent-
wicklung der Infrastruktur. Das Vorhaben sei im Hafenentwicklungsplan als vorrangige

Maßnahme eingestuft worden. Die sei Teil der Strategie, viel Fracht mit der Bahn zu beför-
dern. Hier seien bereits Fortschritte erzielt worden. Der Anteil des Schienenverkehrs gegen-
über anderen Verkehrsträgern soll von 50 % auf 60 bis 65 % gesteigert werden. Die West-
umfahrung soll die Effizienz der Nutzung steigern. Dadurch würden längere Züge mit 740 m

Länge ermöglicht. Der Ausbau dieser Infrastruktur sei ebenfalls im Koalitionsvertrag verein-
bart worden.

Konkret werde zum einen die Westumfahrung ein Kreuzen der Züge am Nordkopf beim Fin-
kenwerder Kreisel reduziert. Zum anderen würden zusätzliche Gleise geschaffen. Zur Klar-
stellung der Baumaßnahme wurde von Ortsvertreterseite gefragt, ob der Bahndamm nicht

verbreitert würde. Es wurde bejaht, dass der Ausbau auf bestehenden Gleisanlagen er-
folge. Die Frage nach zusätzlicher Lärmemission wurde mit dem Hinweis beantwortet, dass

Grenzwerte lediglich für das am Bahndamm gelegene Reetdachhaus Nr. 337 überschritten
würden. Hier seien Lärmschutzmaßnahmen im Planfeststellungsverfahren zugestanden

worden. Der Hinweis, dass die Analyse des erwarteten Frachtvolumens im Hafen auf veral-
teten Zahlen aus 2015 resultiert, wurde von den Vertretern der HPA damit beantwortet,

dass die Prognose aus den Jahren 2020 und 2021 erstellt wurde mit Basisjahr 2019. Das er-
wartete Frachtvolumen für das Jahr 2035 hat sich allerdings verschoben auf das Jahr 2040

durch die Belastungen der Corona-Krise und den Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Für
den Hafenumschlag sei es politischer Wille, dass das Frachtvolumen per Bahn zunimmt. Die
Potenzialeinschätzung eines Anteils von 65% sei ehrgeizig aber nicht illusorisch.
Zur Frage nach einer ergänzenden Süderweiterung östlich der A7 wurde erwidert, dass dies

im Moment nicht in der Planung sei. Für eine Bedarfseinschätzung müssten die 2030er Zah-
len abgewartet werden. Des Weiteren erfolgten Aussagen zur sogenannten Vorstellgruppe.

Hier gebe es keinen Zusammenhang zur Westumfahrung.

Als weiteres Thema wurde aus der Ortsvertreterschaft die Nutzung einer ehemaligen Spe-
ditionshalle am Finkenwerder Kreisel durch den Flugzeugbauer Airbus kritisch angemerkt.

Ein Ortsvertreter verwies auf die strengen Regeln des Hafenentwicklungsgesetzes, demzu-
folge Gebäude dem Hafenumschlag dienen sollen. Die Herausnahme einer Halle aus der

Hafennutzung zu Gunsten einer industriellen Nutzung könnte einen zusätzlichen Bedarf für
neue Hallen beispielsweise im Altenwerder Kirchtal nach sich ziehen. Dies würde dem Geist
der baurechtlichen Sondergebietsregeln des HafenEG zuwiderlaufen. Der Vertreter der HPA

verwies auf den Umstand, dass Airbus Seefracht in hohem Maße nachfragt. Dies würde Air-
bus als Hafenbetrieb qualifizieren. Als Vergleich wurde das Wirken eines Kakao verarbei-
tenden Betriebes im Hafengebiet angeführt. Der Ortsvertreter verwies mit Hinweis an die

Vertreter der politischen Parteien, dass der diskutierte Konfliktbereich sehr genau von der
Politik beobachtet werden müsse.

Top 4 LIG


Die Deichmahd wurde als unzufrieden kritisiert. Der Kontakt zum Dienstleister habe hier
keine Besserung ausgelöst. Der Austausch mit dem Dienstleister sei ebenfalls unzufrieden.

Die in Aussicht gestellte Besichtigung zwei Monate nach der Mahd sei für eine sachge-
rechte Beurteilung zu spät, so ein Ortsvertreter. Die ausgebliebenen Baumpflegemaßnah-
men wurden ebenfalls kritisiert, obwohl in Francop derartige Maßnahmen vorgenommen

wurden. Bei einer Begutachtung würde ausschließlich die Mahd bewertet, nicht Baummaß-
nahmen, so der LIG.

Der Regionalbeauftragte für Süderelbe verwies auf die Drucksache 21-2931 der Bezirksver-
sammlung Harburg. Hier wurde von der Finanzbehörde unter anderem gefordert, die Zu-
ständigkeit für die Pflege des Deiches auf den Bezirk zu übertagen, um eine einheitliche

Pflege zu gewährleisten.

Von einem Ortsvertreter wurde auf das Auftreten des giftigen Jakobskreuzkrautes auf den
Deichflächen hingewiesen, deren Verbreitung durch das Ausbleiben der Mahd im Frühjahr
gefördert wird.

Das Anliegen des Schützenvereins zur Erstellung von Funktionselementen (Zaun und Schup-
pen) am Schießstand wurde angesprochen. Das Gebäude würde über das Flurstück des LIG

hinausragen. Für das weitere betroffene Flurstück sei allerdings der Bezirk zuständig.

TOP 5 SAGA

Es wurde eine neue kaufmännische Mitarbeiterin mit der Zuständigkeit für Moorburg vor-
gestellt. Ebenso wurde die Neubesetzung der Hauswartstelle berichtet.

Die SAGA berichtet über die Sanierung diverser Eingangssituationen. Weitere Renovie-
rungsarbeiten für 2025 werden im November dieses Jahres geplant. Bei Leerobjekten gebe

es nichts Neues.

Zum gewünschten Abriss der maroden Nebengebäude im Sichtbereich des Zugangsberei-
ches der Kirche und des Friedhofs wurde berichtet, dass die Angebote zu hoch ausfielen.

Die SAGA will weitere Angebote einholen. In 2024 würde die Maßnahme nicht mehr umge-
setzt. Ergänzend wurde berichtet, dass die Anbauten teilweise mit dem Hauptgebäude ver-
bunden seien.

Angrenzend wird das Nachbargrundstück als illegale Grünmüllhalde genutzt. Als Eigentü-
mer wird der LIG gemutmaßt. Ein Ortsvertreter wird den Umstand an das Funktionspost-
fach des LIG melden.

Zu den Moorkathen: Das Nutzungskonzept des Pächters wurde nicht anerkannt. Der Pacht-
vertrag wurde gekündigt. Die Räumung soll zum 30.9.2024 erfolgen. Dies betreffe ebenfalls

das für die Zimmervermietung genutzte Haus Nr. 155. Zur weiteren Nutzung könne die

SAGA noch keine Aussagen treffen, da erst die Zugangsmöglichkeit nach Räumung geschaf-
fen werden müsse.

Zum Wasserturm: Als Zwischennutzung wird das Objekt für Filmaufnahmen vermietet. Als

Kulisse wird ein Polizeirevier eingerichtet. Nach dem Auftaktfilm könnten sich weitere Film-
projekte ergeben. Beeinträchtigungen durch die Zwischennutzung bestehen nicht. Es wer-
den weiter Pächter für eine gastronomische Nutzung gesucht. Interessenten seien zurück-
getreten.

Es wurde die Nachrüstung mit einer Feuertreppe angesprochen im Zusammenhang mit ei-
ner Baugenehmigung für den aktuellen Brandschutz. Die SAGA berichtete, dass die alte

Baugenehmigung 20 Jahre alt sei und nicht mehr gelte.

TOP 6 Denkmalschutz


Keine Neuigkeiten.

TOP 7 Bezirksamt Harburg


Der Spielplatz an der Kita soll 2025 grundinstandgesetzt werden. Neue Spielgeräte seien
nicht vorgesehen. Das vorhandene wird hergerichtet.

TOP 8 AK Infrastruktur


Keine weiteren Informationen. Themen wurden unter den anderen TOP behandelt.

TOP 9 Verschiedenes


Keine relevanten Meldungen.

TOP 10 Nächster Termin


19. November 2024