Ständiger Gesprächskreis Moorburg
Protokoll der Sitzung vom 20.05.2025
Kraftwerk Moorburg (Energie Hub Moorburg GmbH) um 19 Uhr
TOP 1 Kraftwerk Moorburg
Die Sprengung des 2. Kesselhauses ist erfolgt. Die missglückte erste Sprengung hat zu einer
Verzögerung von sechs Wochen geführt. Eine erste Fläche ist soweit vorbereitet, dass sie Anfang Juni 2025 an das Betreiberkonsortium für den Elektrolyseurbetrieb übergeben werden kann.
TOP 2 Genehmigung des Protokolls
Es lagen zwei Änderungsanträge vor.
Der erste betraf die Klarstellung durch die HPA zur Eignungsprüfung der Hafennutzung einer Halle des Nutzers Airbus. Der zweite Antrag den Wasserturm zu Hinweisen eines Moorburgers zum Dachfenster.
Beide Anträge blieben unwidersprochen und werden somit im Protokoll berücksichtigt.
Top 3 HPA
Über den weiteren Bau der A26 Ost wurde auf die am 30.9.2025 anberaumte mündliche Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verwiesen. NABU und BUND hatten gemeinsam eine Klage eingereicht. Eine Entscheidung wird nicht vor 2026 erwartet.
Zur Unterführung der A7 und die einseitige Sperrung für Fußgänger wurde erklärt, dass keine Notwendigkeit zur Einrichtung einer beidseitigen Begehungsmöglichkeit erachtet wird. Der Grund sei ein Baustellenproblem. Die Polizei habe ebenfalls eine beidseitige Begehungsmöglichkeit für Fußgänger nicht unterstützt. Für den möglichen weiteren Austausch in dieser Angelegenheit hat der Vorsitzende des Arbeitskreis Infrastruktur um die Nennung der verantwortlichen Person für die Baustellenkoordination gebeten.
Von Bürgerseite wurde zur Südanbindung Altenwerder auf eine einwöchige Beobachtung
„24/7“ des Verkehrs mit Kameras an dieser Abbiegestelle berichtet. Diese Messung solle im Juni oder Juli 2025 stattfinden. Diese solle auch dazu dienen, die Verkehrssituation unter dem Gesichtspunkt eines Unfallschwerpunktes zu würdigen.
Top 4 LIG
Zur Deichmahd wurde von Bürgerseite festgestellt, dass die neue Vorgehensweis bisher gut umgesetzt wurde. Die Änderung, insbesondere dass eine erste vollständige Mahd nicht schon im Februar erfolgt, sondern erst im Juli, wurde als sehr positiv wahrgenommen. Durch die teilweise intensive Befreiung der gepflasterten Deichkrone vom Bewuchs sind allerdings auch Schäden zutage getreten. Hierzu kam von einem Moorburger der Vorschlag, dass sich alle Betroffenen abstimmen sollten, wie mit dem Deichweg umzugehen sei. Aus der Teilnehmerschaft wurde hierzu erwidert, dass bereits von der Bezirksversammlung öffentlich der Prozess zur Übernahme des Deiches durch das Bezirksamt (bisher bei Finanzbehörde) angestrebt wird. Der Regionalbeauftragte Süderelbe hat dies bestätigt. Vom Moderator wurde auf die Möglichkeit der Meldung von Schäden durch den Meldemichel verwiesen. Hierzu wurde aus der Teilnehmerschaft angemerkt, dass die Deichkrone kein öffentlich gewidmeter Weg sei und der Meldemichel nicht für Privatflächen gelte. Vom Vorsitzenden des AK Infrastruktur wurde auf die Möglichkeit verwiesen, kleinere Schäden der Firma Gladigau zu melden.
TOP 5 SAGA
Die SAGA berichtet von zwei umfangreicheren Sanierungen nicht vermieteter Gebäude. Eine größere Anzahl von kleineren Reparaturen würden an bewohnten Gebäuden vorgenommen.
Zum Abriss der Holzanbauten am Fachwerkgebäude Moorburger Elbdeich 143 wurde von Bürgerseite auf den Verbleib von Bauschutt und Absperrgitter verwiesen. Die SAGA antwortete mit dem Hinweis, dass die Maßnahme noch nicht abgeschlossen sei.
Zum Wasserturm wurde auf die absehbare Nutzung durch die Feuerwehr während des beabsichtigten Neubaus des Feuerwehrgebäudes verwiesen. Hier werde ein Mietvertrag geschlossen. Veranschlagte Dauer eineinhalb Jahre. Für die gastronomische Nutzung gebe es aktuell keine Nachfrage.
Zur Brandschutzproblematik wurde von Bürgerseite auf einen Bericht aus den Medien verwiesen, dem zufolge eine Modulbauweise für Obergeschosse Anwendung finde. Die Vertreter der SAGA erklärten, dass dieses nicht für das Brandschutzproblem des Wasserturms geeignet sei. Die Baulichkeit im Obergeschoss entspreche nicht dem Brandschutzanspruch für Wohnraumnutzung. Es wurde hier Holz als Baustoff der Geschossdecke angegeben. Von Bürgerseite wurde nach der Vertragsgestaltung von Hausvermietung und Pachtnutzung einer angrenzenden Wiese gefragt. Auslöser war der Auszug des Mieters aus dem Haus aber weitere Nutzung der angrenzenden Wiese. Es wurde geantwortet, dass eine
Pachtfläche nicht gebunden sei an ein Haus. Die SAGA verwies darauf, dass für Haus und Wiese getrennte Verträge möglich seien. In der Regel seien es auch unterschiedliche Flurstücke. Von Bürgerseite wurde der Wunsch geäußert, bei derartigen Situationen die Sensibilität zu stärken und die Gebäudevermietung an die Pachtverträge angrenzender Flächen zu koppeln. Die SAGA erklärte, „dass die Botschaft angekommen sei.“
TOP 6 AK Infrastruktur
Die Baugenehmigung für das neue Feuerwehrhaus sei erteilt worden.
Die gefährliche Situation für Fahrräder an den Gleisüberfahrten Moorburger Straße wurde an die HPA weitergeleitet. Die Gefahr bestehe durch nicht vorhandene Gummieinlagen und dadurch breite Spalten in ca. 45° Schräglage zur Fahrtrichtung. Die HPA habe daraufhin vier Übergänge gesichtet und würde die Angelegenheit bearbeiten.
Am Moorburger Hauptdeich Nähe Bostelbek sehe man von Bürgerseite die Notwendigkeit einer Fahrradquerung. Der Regionalbeauftragte Süderelbe werde sich als Mittler der Interessen der Angelegenheit annehmen.
Durch die Verkehrsbelastungen am Fürstenmoordamm werde der Moorburger Elbdeich zwischen Moorburger Hauptdeich und Moorburg Kreuzung verstärkt durch LKW genutzt, die nicht Anlieger sind. Das Fernbleiben eines Bünabe-Vertreters im Ständigen Gesprächskreis als Ansprechpartner für Verkehrsangelegenheiten wurde kritisch angemerkt. An die HPA gerichtet wurde von einem Bürgervertreter angeregt, den Hafenunternehmen einen Hinweis zur verbotenen Durchfahrt zu geben. Der Regionalbeauftragte erklärte hierzu, dass das Thema in einer Bürgersprechstunde vorgebracht wurde. Daraufhin hat des einen Kontakt mit dem zuständigen Polizeikommissariat gegeben. Es werde von der Polizei geprüft, wie die betroffene Zufahrt an der Kreuzung Moorburger Elbdeich/Moorburger Hauptdeich verändert werden könne, um die Einfahrt in den Elbdeich zu erschweren. Dem Hinweis von einem Bürger, dass die HPA einbezogen werden solle, wurde vom Süderelbebeauftragten entgegnet, dass die HPA beteiligt sei.
TOP 7 Bezirksamt Harburg
Der Regionalbeauftragte Süderelbe berichtet von der Instandhaltung und Neugestaltung des Spielplatzes. Es sei eine Bürgerbeteiligung online und vor Ort geplant. Diese würde in den Monaten Juni oder Juli 2025 stattfinden. Ein Entwurf ist noch für 2025 beabsichtigt und wird im Regionalausschuss Süderelbe behandelt. Der Bau sei für das 2. oder 3. Quartal 2026 geplant.
TOP 8 Themen nächste Sitzung
Ein Ortsvertreter beantragt, die Art der Beteiligung der politischen Parteien im Ständigen Gesprächskreis klarzustellen.
TOP 9 Pflicht zur Anmeldung
Der Moderator weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Anmeldung zur Sitzung erfolgen muss. Der Zugang zum Sitzungsraum des Betriebsgeländes ist nur mit Namensnennung der Besucher möglich. Die Meldung soll im angemessenen Zeitraum vor der Sitzung erfolgen, damit die Namensliste dem Unternehmen übermittelt werden kann.
TOP 10 Verabschiedung
Es wurde über anstehende Veranstaltungen zur 650-Jahr-Feier berichtet.
Vom Vertreter der Kirche wurde auf die Möglichkeit von Kirchenführungen hingewiesen.
TOP 11 Nächster Termin
24. September 2025