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Ständiger Gesprächskreis Moorburg
Protokoll der Sitzung vom 16.09.2025
Kraftwerk Moorburg (Energie Hub Moorburg GmbH) um 19 Uhr
TOP 1 Kraftwerk Moorburg
Der Rückbau ist im Zeitplan. Aktuell wird das Kohlekreislager 2 abgerissen. Im Anschluss das Kohlekreislager 1. Am gesprengten Kesselhaus erfolgt die Schrottbeseitigung. Neu gibt es zu berichten, dass auch ein Abtransport über Schuten erfolgen soll, um den LKW-Verkehr zu entlasten.
Ein erstes Gelände im Westteil ist an die Nachnutzer übergeben worden. Hier wird in Kürze eine 15 m hohe Halle errichtet, die in einem Jahr fertiggestellt werden soll. In der ersten Phase werden 150 Arbeitskräfte für die Nachnutzung beschäftigt sein. Auf die Frage nach Inanspruchnahme von Parkraum in Moorburg außerhalb des Betriebsgelände wurde geant wortet, dass ausreichend Parkraum zur Verfügung stehe. Es könne allerdings nicht ausge schlossen werden, dass vereinzelt vom Parken außerhalb des Betriebsgeländes Gebrauch gemacht werden könnte, sei aber unwahrscheinlich.
TOP 2 Genehmigung des Protokolls
Es lag ein Änderungsantrag vor über die Klarstellung zu möglichen Zuständigkeitsverände rungen des Deiches in der öffentlichen Verwaltung. Dem Antrag wurde nicht widerspro chen und somit kann das geänderte Protokoll veröffentlicht werden.
TOP 3 Rolle der Politiker im Gesprächskreis
Der Moderator bewertete die Teilnahme der Politiker positiv. Sie seien herzlich willkom men. Betonte allerdings die Zuhörerfunktion, wobei Verständnisfragen zugelassen seien. Für politische Auseinandersetzung solle kein Raum geboten werden. Der Moderator nimmt für sich das Recht in Anspruch, bei zu temperamentvollen Beiträgen regulierend einzugrei fen. Ein Ortvertreter hat die Teilnahme der Politiker ausdrücklich begrüßt.
Top 4 HPA
An der Verkehrsführung der Südanbindung Altenwerder wurde an mehreren Tagen eine Verkehrszählung vorgenommen. Diese erfolgt mittels Kameras, die anonymisiert die Anzahl der PKW und LKW registrieren. Es wurde berichtet über die verbotenen Linksabbiegungen von Altenwerder kommend in den Moorburger Elbdeich Richtung Osten und über die zuge lassenen Rechtsabbieger aus dem Moorburger Elbdeich in Richtung Altenwerder. Die tägli che Anzahl der verbotenen Linksabbieger beträgt bei PKW knapp 300, bei LKW rund 10. Die erlaubten Rechtsabbieger knapp 500 bzw. rund 10. Der Vertreter der HPA hat darauf hinge wiesen, dass die verbotenen Abbiegungen Ordnungswidrigkeiten darstellen und von jeder Person zur Anzeige gebracht werden könnten. Aufgrund der eindeutigen Beschilderung des
Linksabbiegeverbots und des scharfen Abbiegewinkels geht die HPA von bewussten Ent scheidungen des verbotenen Linksabbiegens aus. Von Ortsvertretern wurde eingeräumt, dass es sich bei den erlaubten Rechtsabbiegungen um Anliegerverkehr handeln könnte. Al lerdings wurde auch vom erheblichen Durchfahrverkehr gesprochen. Die HPA werde als erste Maßnahme den bürgernahen Beamten der Polizei informieren mit dem Wunsch, Maßnahmen vorzunehmen, die unerlaubten Einfahrten zu erschweren. Ebenso werde eine polizeiliche Anordnung zur eindeutigeren Beschilderung angeregt. Die HPA als zuständig für bauliche Maßnahmen hat die Geometrie der Abbiegung analysiert. Als einzige radikale Lö sung sei ein Zubau der Durchfahrt als sinnvoll erachtet worden. Allerdings würde dies die Durchfahrt des Moorburger Elbdeichs von Osten kommend unmöglich machen. Daher wurde dies unausgesprochen als abwegig erkannt. Ein Ortsvertreter fragte nach Einrichtung einer Ampel. Die HPA erwiderte, dass dies nichts ändern würde. Ampeln würden einen Ef fekt bei der Verkehrssicherung erzielen, nicht bei Verkehrsführung. Ebenso wurde die Ver kehrsführung bei OBI in Harburg angeführt. Die HPA habe auch diese Art der Verkehrsfüh rung geprüft und hier nicht als Lösung festgestellt. Ein Ortsvertreter hatte für das Bewusst sein über die kritische Verkehrssituation die Unfälle mit verletzten Personen der letzten Jahre angegeben. Als Fazit hat der Moderator die Diskussion mit einem weiteren Nachden ken über die Angelegenheit abgeschlossen.
Die Überfahrung mit Fahrrädern der Gleise im Harburger Hafengebiet sollte gesichert wer den mit Gummi-Inlets. Hierüber ist noch nicht entschieden worden. Ein Ortsvertreter be richtete über die Nutzung von Gummieinlagen beim Radrennen. Hier wurde allerdings ein gewandt, dass diese nur außerhalb des Bahnbetriebs funktional seien.
Top 5 LIG
Das leerstehende Haus Moorburger Elbdeich 337 ist im Vor- und Seitengelände mit Brom beeren überwuchert. In den Vorjahren wurde dies von Bürgerseite angemahnt und im An schluss das Gelände gepflegt. Es wurde missbilligt, dass die Pflegemaßnahmen nur auf Hin weis aus dem Ort vorgenommen wurden und das Gebäude nicht in eine Regelpflege aufge nommen wird. Aufgrund des im Vorwege stattgefundenen Mail-Austauschs wurde berich
tet, dass aktuell der Auftrag von der verwaltenden DEGES erteilt wurde. Ebenso soll das Ge lände in Zukunft einer Regelpflege unterzogen werden.
Ein als Garten östlich Hausnummer 271 vorgesehenes Pachtgrundstück wurde von Bürger seite als nicht im Einklang mit einer ordnungsgemäßen Pflege gewertet. Der kritische Zu stand wurde im Vorwege per Mail thematisiert. Der LIG wird eine Besichtigung in den nächsten Tagen vornehmen.
TOP 6 SAGA
Die Nutzung der Moorkathen-Immobilie ist beendet. Im Oktober soll eine Bestandsauf nahme vorgenommen werden.
Der Vertreter des Schützenvereins weist erneut auf das als prekär bezeichnetes Vertrags verhältnis hin. Das Grundstück gehöre der SAGA, das Gebäude dem Schützenverein. Dies bedeutet, dass rechtlich keine Erstattung von Investitionen möglich sei. Der Verein habe al lerdings schon rund EUR 50.000 investiert. Investitionen des Vereins müssten unter dem Gesichtspunkt einer Kündigungsfrist von 6 Monaten bewertet werden. Der Vereinsvertre ter hat auch auf die Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes hingewiesen. So hat die Stadt der SAGA Grundstücke mit einer Erbpacht über 75 Jahre übertragen. Die Vertretung der SAGA hat auf mögliche Rückbauverpflichtungen bei einer Beendigung des Mietvertra ges hingewiesen. Der Mietvertrag mit der kurzen Kündigungsfrist bestehe ja beidseitig und die SAGA ihrerseits keine Garantie für ein Fortbestehen des Mietvertrages habe. Aus der Ortsvertreterschaft wurde auf die Aufrechterhaltung der sozialen Infrastruktur zur Förde rung der Lebensbedingungen verwiesen. Immerhin sei der Verein mit rund 250 Mitgliedern der größte der Region. Ebenso an die Bereitschaft zum „guten Willen“ appelliert. Weiter wurde an die Anregung des Finanzsenators auf der 650-Jahr-Feier von vor zwei Tagen hin gewiesen, der für Moorburg kreative Lösungen in Aussicht gestellt hatte. Ein Vertreter der Parteien hat auf den Investitionsschutz für Vereine verwiesen. Hier wird sich der Parteien vertreter dem Thema annehmen.
Der Wasserturm wird in naher Zukunft von der Freiwilligen Feuerwehr genutzt. Ein Bemü hen um eine gastronomische Nutzung wird für den Zeitraum der Feuerwehrnutzung ausge setzt.
Die SAGA berichtete von wenigen einzelnen Sanierungsarbeiten. Neue Maßnahmen für 2026 werden im November oder Anfang Dezember intern erörtert.
TOP 7 AK Infrastruktur
Es wurde vom Dauerthema Deichmahd berichtet. In 2025 wurde eine Versuchslösung ver einbart, die im Wesentlichen eine Mahd im Juli vor dem Schützenfest vorsieht. Diese solle Ende 2025 evaluiert werden.
TOP 8 Bezirksamt Harburg
Kein persönlicher Bericht. Der Regionalbeauftragte Süderelbe hat seine Teilnahme am heu tigen Gesprächskreis aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.
Im Vorwege wurde dem Gesprächskreis mitgeteilt, dass ein provisorischer Zebrastreifen für die Überquerung des Moorburger Bogens eingerichtet wurde.
TOP 9 Verabschiedung
Eine Vertreterin der HPA wird den Gesprächskreis verlassen.
TOP 10 Themen nächste Sitzung
Bisher keine beantragt.
TOP 11 Nächster Termin 18. November 2025